Killerpilze by Mausz
Kapitel 1


Amy und Chris wohnen seit sieben Jahren in England. Seit sie denken können sind sie miteinander befreundet. Eigentlich haben sie immer dieselben Ansichten ob es um Kerle geht, Klamotten oder Musik. Naja bis Chris sich mehr und mehr für die Killerpilze interessiert, eine Punkband aus Deutschland. Amy hingegen hört lieber Bands wie Fightstar, Bullet For My Valentine, Flyleaf, Donots & My Chemical Romance. Chris kennt die Killerpilze erst seit einem Jahr, denn damals waren sie und Amy in Deutschland auf mehreren Festivals auf denen die KP's auch gespielt haben. Seitdem redet sie ununterbrochen über die Band. Amy ist echt schon genervt.

"Man Chris kannst du nich mal fünf Minuten die Klappe halten?", sagte ich scharf "Tut mir leid.", sagte Chris erschrocken "danke." Wir saßen im Bus nach Haus, und Chris laberte mir mal wieder ne Wendeltreppe ans Knie. Ich mein ich laber sie sicher auch voll mit Musik aber so extrem war’s denn doch nich... "Du, Amy...?", fragte Chris vorsichtig "Mhm?", brummte ich "Haben dir deine Eltern eigentlich schon gesagt dass wir in zwei Wochen nach Deutschland fliegen?", fragte Chris "Bitte wann? Warum?", fragte ich erschrocken "In zwei Wochen fliegen wir nach Deutschland aufn Weihnachtsmarkt.", sagte Chris "Äh... nee haben sie nicht. Kann eh nicht mit!", sagte ich und schaute wieder aus dem Fenster "Warum?" "Weil da n Konzert ist?!" "Musst du da hin?" "Jap, muss ich." "Kannst du das nich ausfallen lassen?" "Bist du bescheuert? Die Karte war arschteuer, außerdem ist es ausverkauft!" "Wer spielt denn?" "Bullet For My Valentine" "Achso. Und da kannste nicht auf ein anderes gehen?" "Nein, weil alle restlos ausverkauft sind..." "Bitte Amy, ich geb dir auch das Geld für die Karte wenn du mitkommst!" Ok, gutes Angebot. Auch wenns Schade ist, denn Bullet sollen live echt gut sein... "Weiß nich...." "Bitte Amy.", flehte Chris. Ich zeigte ihr n Vogel und sah wieder aus dem Fenster.

Ich war noch gar nicht ganz in der Küche als meine Mutter sagte "Amy, Honey, ich muss dir was erzählen.“ "ich weiß schon, dass wir nach Deutschland fliegen", sagte ich "Von wem?", fragte sie "von Chris.", sagte ich und setzte mich "Oh.", sagte meine Mutter knapp "Aber ich komm nich mit.", sagte ich "Aber Amy, es ist alles schon gebucht.." "Weißt du wie egal mir das ist?! Was soll ich denn da?" "Naja, den Vater hat doch dort mal gewohnt..." "Ja denn soll er doch allein fliegen." "Amy, bitte. Was für Pläne hast du denn?" "Das Bullet For My Valentine Konzert ist an dem Tag." "Achso. Und das kannst du nicht ausfallen lassen?" "Hast du sie nicht mehr alle? Die Karte hat mein komplettes Dezembertaschengeld gefressen. Außerdem hat Chris mich das auch gefragt." "Und wenn ich dir das Geld wieder gebe und dir ein anderes Konzert dafür bezahle?" "Weiß nich.", sagte ich und ging in mein Zimmer. Ich machte meine Hausaufgaben und dachte über Chris' und das Angebot meiner Mutter nach. So schlecht ist das gar nicht, ich bekomm das komplette Geld zurück... aber kann nicht aufs Konzert. Ich entschied mich gegen das Konzert und ging zu meiner Mutter. "Mum", sagte ich "Ich hab drüber nachgedacht." "oh wirklich? Und zu welchem Entschluss bist du gekommen?", fragte sie "Es ist zwar schwer aber ich denk das ich mitkommen werd, Dad zuliebe!" "Das ist doch wunderbar! Und was ist mit der Karte?" "Jack aus meiner Klasse nimmt sie bestimmt", sagte ich und griff nach dem Telefon. Ich klärte mit Jack, dass er sie sofort holen solle. Es dauerte auch nicht lange da stand er vor der Tür und wir tauschten, er zahlte den kompletten Preis und versprach mir das er Fotos machen würde.
Abends rief ich Chris an und erzählte die Neuigkeiten, sie freute sich total über die Nachricht.

Kapitel 2

>>Chris' Sicht <<

„Na, freust du dich schon? Also ich schon, wird bestimmt geil mal wieder in Deutschland zu sein.“ Ich schob den Brief rüber zu Amy und guckte dabei ganz unauffällig an die Tafel. Wir saßen gerade in der letzen Stunde für heute, Mathe. „Naja, ich wäre lieber aufs Konzert gegangen, als irgendwo in Deutschland auf irgendeinem bekloppten Weihnachtsmarkt rum zustehen und mir den Arsch abzufrieren.“ Ich verdrehte die Augen und schrieb zurück. „Musst du denn alles so pessimistisch sehen? Guck ma, wir beide zusammen in Deutschland, das kann doch nur lustig werden! Und ich hab gehört die Jungs sollen da auch nicht von schlechten Eltern sein ;-)“ Amy musste lachen und fing sich einen bösen Blick von Frau Wanzel ein. Zum Glück läutete es zum Unterrichts Schluss und wir packten alle unsere Sachen ein. „Sag mal Chris, wo genau in Deutschland sind wir dann eigentlich?“ „Irgendwo in Bayern, aber frag mich nicht wo genau.“ Wir verabschiedeten uns von den anderen und machten uns zusammen auf den weg in die Stadt. Dort angekommen gingen wir erstmal zum Friseur. Nachdem wir fertig geschnitten und gefärbt waren, gingen wir in ein Café und tranken gemütlich ein Latte Macchiato. „Weißt du was ich mir schon die ganze Zeit vorstelle?“ Amy verdrehte die Augen und schüttelte den Kopf. „Das du vielleicht die Killerpilze triffst?“ Gab sie mir dann doch gelangweilt zur Antwort. „Ja, aber das kann doch gut möglich sein, immerhin wohnen die ja da irgendwo!“ Wir bezahlten und machten uns auf den Heimweg. „Naja, dann schlaf mal gut und komm Morgen rechtzeitig ausm Bett, ich will den Flug nicht verpassen.“ „Jaja, das musst du mir ja gerade sagen, wer verschläft denn jedem Montag und Freitag?“ Amy sah mich mit hochgezogener Augenbraue an. Ich fing an zu pfeifen und sah hoch zum Himmel. „Aber das ist doch nur, weil ich nie bock auf Englisch habe.“ Wir mussten beide anfangen zu lachen und umarmten uns. Ich ging nach rechts und Amy nach links. Wir wohnten etwas außerhalb von London, mit dem Bus brauchte man eine knappe halbe Stunde um in die Stadtmitte zukommen. Amy und ich liebten die Stadt und hassten es hier auf so nem komischen Kuhdorf zu wohnen. Die Häuser hier waren alle mindestens 20m auseinander und sahen aus als würde niemand drin wohnen, außer das Haus von meinen Eltern, ich hatte nie verstanden wie sie hier her ziehen konnten. Eigentlich mochten sie die Stadt auch lieber als das Dorf, aber sie meinten immer nur dass sie es besser gefunden hatten wenn ich nicht zwischen ganz so vielen Abgasen aufwachsen würde. Ich steckte den Schlüssel ins Schlüsselloch, trat die Tür mit dem Fuß auf und dann auch wieder zu, so laut das eine Vase, neben der Tür, zu Boden fiel und in Tausend Teile zerbrach. „Ups.“ Ich zuckte mit den Schultern und ging in das Arbeitszimmer von meiner Mom. „Hi mein Schatz, was haste eben wieder kaputt gemacht.“ „Ach, die Vase neben der Tür musste eben dran glauben, aber ich kann wirklich nichts dafür. Ich hab die Tür zugemacht und dann is die Runter gefallen.“ Sie lächelte mich an und gab mir ein Kuss auf die Stirn. „Komisch, bei mir wackelt, nein hat nicht mal gewackelt, als ich die Tür zu gemacht habe. Bei dir muss man wirklich alles festkleben. Wie kann man denn so tollpatschig sein?“ Meiner Mutter schnappte sich Handbesen und Schaufel und ging zur Tür. „Naja, ich denke mal das hab ich dann von dir. Dad hat mir nämlich mal erzählt das du früher, als du noch jung warst, also so vor knapp 60 Jahren, hast du auch alles umgeschmissen was nicht fest war.“ „Na danke, du bist echt lieb zu mir Tochter. Ich bin gerade mal 38.“ „Tja, so schnell geht das und bevor du dich versiehst bin ich schwanger und verheiratet und du musst mit Dad bei mir wohnen, weil ihr nicht mehr für euch sorgen könnt.“ Ich grinste meine Mutter an und sie schlug spielerisch mit einem Handruch nach mir. „Los, jetzt geh mal Hausaufgaben machen, bevor noch was passiert was wir beide nicht verantworten können und wollen.“ Ich Atmete einmal schwer und sprang dann von der Arbeitsplatte, auf der ich es mir in der zwischen Zeit gemütlich gemacht hatte. „Wann kommt Dad eigentlich?“ „Ich denke so um 7, also in zwei Stunden. Bis dahin muss dann auch dein Koffer gepackt sein, weil er will die Koffer heut noch zum Flughafen fahren.“ „Okay, kein Problem.“ Ich trottete die Treppen hoch in mein Zimmer und schaltet sofort den PC ein. „Hi meine Süße, auch endlich da XD?“ Wurde ich ganz nett von Amy im Chat begrüßt. „Tja, kennst mich ja, ich steh auf große Auftritte ;-) Hast du dein Koffer schon gepackt?“ Amy schloss ihre Cam an und zeigte mir ihr Zimmer „Sieht das so aus als wäre ich schon fertig? Nein. Was packst du alles ein?“ „Woher willst du wissen dass ich noch nicht fertig bin?“ „Chris, ich kenn dich jetzt keine Ahnung, mein ganzes Leben? Is ja auch egal, aufjeden weiß ich das du nicht mal angefangen hast.“ „Naja, hast recht, aber ich denke mal das ich den Halben Kleiderschrank mitnehmen werde.“ „Warum nur den halben?“ „Weil ich bestimmt nicht im Winter mit Bauchfreien Klamotten rum rennen werde. Ich pack was für Abends ein, wenn wir irgendwohin weggehen und dann ganz normale Sachen wir Jeans und so was. Und jetzt stör mich nicht, ich muss mich entscheiden was ich alles mitnehmen werde.“ „Kannst mir´s ja auch zeigen was du mitnimmst.“ „Nee, dauert zu lang. Mein Dad kommt in knapp zwei Stunden und wenn ich bis dahin nicht fertig bin bekommt er wieder ein Raster, den er wieso bekommt, weil ich vorhin wieder ne Vase kaputt gemacht habe XD“ „Sieht dir ähnlich. Okay ich muss dann auch mal mein(e) Koffer fertig packen.“ Leicht entmutigt ließ ich mein Blick zu meinem Schrank wandern und schlug einmal mit dem Kopf auf die Tischplatte. „Au, scheiße!“ Nachdem der schmerz aufgehört hatte verbrachte ich dir restliche Zeit bis mein Dad kam damit meine Sachen zusammen zu suchen und mein best möglichstes beim Singen zu geben und ihr könnt euch sicherlich denken wo ich mitsang, genau, Killerpilze!!!!!!

Kapitel 3

>>Amy's Sicht<<

Ich packte meine Sachen, naja besser ich schmiss einfach alles, was ich brauchte in den Koffer. Nebenher summte ich "Hand Of Blood" von Bullet For My Valentine mit und war traurig und sauer zugleich. Wieso musste mein Vater ausgerechnet an dem Wochenende nach Deutschland? Warum musste ich mit?! Irgendwann sah ich ein das ich die Sachen doch ordentlich in den Koffer legen musste, weil ich ja gut aussehen wollte wenn wir weggingen. "Amy kommst du essen?", rief meine Mutter "jaja...", sagte ich, trottet in die Küche und setzet mich. "Hey Pop.", sagte ich zu meinem Vater als er in die Küche kam. "Hallo Schatz.", sagte dieser und setzte sich. "Und morgen geht es los. Freust du dich schon?" , fragte er. "mhm naja geht so.", sagte ich während ich mir ein Pizzastück nahm. "Ehrlich gesagt hab ich überhaupt kein Bock." er sah mich endgeistert an "Aber Amy. Warum denn nich? Ich dachte du würdest dich freuen.", sagte er traurig. "Morgen ist eigentlich ein Konzert auf das Amy gern geganegn wäre.", sagte meine Mutter. Mein vater nickte nur. Nachdem essen packte ich weiter, nebenher schrieb ich mit Chris.

Amy: Ich finds übelst zum kotzen das ich morgen nich aufs konzert kann...
Chris: Ja, glaub ich dir. Geht aber nicht anders.
Amy: Klar geht es anders. Ich könnte ja
Chris: Amy, das is nich dein ernst oder?! Du willst doch nich wirklich daheim bleiben
Amy: Ich würde es aber gern. Ich hab echt keine Lust auf den Scheiß. Ich mein Weihnachtsmarkt hin oder her. Wir stehen dann da den ganzen Tag und frieren uns den Arsch ab.
Chris: Aber die Kerle dort sollen nicht von schlechten Eltern sein...
Amy: Haste mir schon gesagt, nur die Chance das ich nen Typen finde is ja ma echt gering.
Chris: Jetzt sei mal nich so Pessimistisch! Du findest sicher jemanden.
Amy: Is ja jetzt auch egal. Weiß du eigentlich wie deine Killerpilze aussehen?
Chris: Naja nicht wirklich weiß nur das Schlagi schwarze Haare hat..
Amy: Na klasse. Denn quatschen wir jeden an der so um die 17 is und schwarze Haare hat oder was? xD
Chris: Ach was. Aber wär doch lustig *lol*
Amy: *lol* Nein! Aber jetzt mal ernst: Wie willst du das denn machen? Ich denk die wohnen da auch irgendwo?! Und du sagst du bist Fan und weiß weder wo die wohnen noch wie sie aussehen. xDDDDDDD
Chris: Na muss man das denn wissen als Fan?!
Amy: Naja, nicht unbedingt. Aber ich weiß ja auch alles naja vielleicht nicht alles aber ne mage über die Donots!
Chris: Ja du! Du hast ja auch n Schaden.
Amy: Na danke. Ich geh denn ma weiter packen. Kussi.
Chris: Typisch! Bis morgen. Kussi back.
und dann ging ich offline.

Ich ging denn auch bald ins Bett und war komischerweise aufgeregt. Obwohl ich echt keine Lust auf den Weihnachtsmarkt hatte. Aber irgendiwe war ich gespannt was mich dort erwarten würde. Mit dem Gedanken schlief ich ein.


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